Verlust der Staatsbürgerschaft

Im Allgemeinen erlaubt das österreichische Staatsbürgerschaftsgesetz keine doppelten Staatsangehörigkeiten. Eine Ausnahme bilden jedoch Fälle, wo jemand mehrfache Staatsangehörigkeiten durch Geburt erwirbt (z.B. Kind geboren von in den USA lebenden österreichischen Eltern —> dann erhält das Kind bei Geburt die österreichische und die US-amerikanische Staatsangehörigkeit).

In allen übrigen Fällen muss bei Erwerb einer fremden Staatsangehörigkeit die bisher bestandene Nationalität grundsätzlich aufgegeben werden. Jedoch ist in § 28 StBG. noch eine weitere Ausnahme festgehalten, siehe dazu Doppelstaatsbürgerschaft.

Erwerb einer ausländischen Staatsangehörigkeit:

Die Staatsbürgerschaft verliert automatisch insbesondere, wer willentlich, d.h. durch Antrag, Erklärung oder ausdrückliche Zustimmung, eine fremde Staatsangehörigkeit erwirbt, außer es wurde ihm vor dem Erwerb der fremden Staatsangehörigkeit die Beibehaltung der österreichischen Staatsbürgerschaft bewilligt. Der Verlust erstreckt sich auf die minderjährigen ehelichen Kinder und Wahlkinder, auf uneheliche Kinder jedoch nur unter bestimmten Bedingungen. Bei Minderjährigen tritt der Verlust der Staatsbürgerschaft nur ein, wenn der Verlusttatbestand mit Zustimmung des gesetzlichen Vertreters gesetzt wurde (§§ 27 und 29). Ein österreichischer Staatsbürger, freiwillig eine fremde Staatsangehörigkeit erwirbt, verliert die österreichische Staatsbürgerschaft.

Eintritt in den Militärdienst eines fremden Staates:

Ein österreichischer Staatsbürger, welcher freiwillig in den Militärdienst eines fremden Staates eintritt, verliert dadurch die österreichische Staatsbürgerschaft. Der freiwillige Eintritt (bei Minderjährigen nur bei Zustimmung des gesetzlichen Vertreters) in den Militärdienst eines fremden Staates (z.B. Fremdenlegion) bewirkt den automatischen Verlust der Staatsbürgerschaft (§ 32). Die freiwillige Ableistung des Pflichtmilitärdienstes eines Staates, dessen Staatsangehörigkeit der Wehrdienstpflichtige ebenfalls besitzt, führt jedoch nicht zum Verlust der österreichischen Staatsbürgerschaft. (mehr dazu finden Sie hier)

Entziehung:

Einem Staatsbürger, der im Dienst eines fremden Staates steht, ist die Staatsbürgerschaft zu entziehen, wenn er durch sein Verhalten die Interessen oder das Ansehen der Republik erheblich schädigt.

Verzicht:

Ein österreichischer Staatsbürger kann, unter bestimmten Umständen, auf die österreichische Staatsbürgerschaft verzichten.

Bitte beachten Sie, dass die Informationen auf dieser Seite nur einen generellen Überblick darstellen. Auf Grund der Komplexität des österreichischen Staatsbürgerschaftsgesetzes können hier nicht alle staatsbürgerschaftsrechtlich relevanten Bestimmungen im Detail und umfassend erläutert werden. Mehr Informationen über das Staatsbürgerschaftsgesetz finden sie auf der AuslandsösterreicherInnen Webseite des Aussenministeriums: http://www.auslandsoesterreicher.at/botschaft/auslandsoesterreicher/ratgeber/staatsbuergerschaft.html

 

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