Außenminister Sebastian Kurz setzt sich beim Rat für Auswärtige Beziehungen für verstärkte Zusammenarbeit mit Libyen in der Flüchtlingsfrage ein

Außenministerrat beschäftigte sich außerdem mit der Situation in der Ukraine

Am Montag, 6. Februar nahm Außenminister Sebastian Kurz am Rat für Auswärtige Beziehungen (RAB) in Brüssel teil. Er setzte sich vor allem für eine Zusammenarbeit in der Flüchtlingsfrage mit Libyen ein.

Foreign Minister Sebastian Kurz. Photo: Dragan Tatic

Foreign Minister Sebastian Kurz. Photo: Dragan Tatic

"Es braucht dringend eine Zusammenarbeit in der Flüchtlingsfrage mit Libyen, denn wir wissen bereits, dass es möglich ist, den Zustrom von Flüchtlingen zu reduzieren. Die libysche Regierung kann hier natürlich ein Partner sein und muss auch ein Partner sein", so Außenminister Sebastian Kurz vor der Tagung.

Der Sonder-EU-Gipfel in Malta hatte sich am Freitag für eine enge Zusammenarbeit in der Flüchtlingskrise ausgesprochen, um die Zahl der über das Mittelmeer in Italien eintreffenden Migranten zu begrenzen. Weitere Themen des Außenministertreffens sind die Zusammenarbeit mit dem Libyen-Nachbar Ägypten und der Nahost-Friedensprozess.

„Ich möchte hier an dieser Stelle auch Ägypten danken, denn wir haben in Ägypten genau diese Situation schon erreicht. Die Ägypter stellen Menschen nach der Rettung wieder nach Ägypten zurück und das macht es mittelfristig natürlich unattraktiv sich überhaupt auf den Weg zu machen“, so der Außenminister zur derzeitigen Situation.

Weiteres wichtiges Thema war die Situation in der Ukraine, wo es zuletzt wieder schwere Kampfhandlungen gab. Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel nahm in seiner neuen Funktion am Montag erstmals an einem Treffen mit seinen EU-Kollegen teil.