Bundesminister Sebastian Kurz: „Extremismus und Radikalisierung bekämpfen“

Außenminister und OSZE-Vertreter fordern am internationalen Holocaust-Gedenktag verstärktes Auftreten gegen die Intoleranz 

Wien/Warschau, 27. Jänner 2017 – Zum internationalen Holocaust-Gedenktag forderte Außenminister und amtierender OSZE-Vorsitzender Sebastian Kurz, gemeinsam mit Michael Georg Link, dem Direktor von ODIHR, dem Office for Democratic Institutions and Human Rights der OSZE, und Rabbi Andrew Baker, dem Sonderbeauftragten des OSZE-Vorsitzenden für die Bekämpfung des Antisemitismus, verstärkte Anstrengungen für eine bessere Bildung und ein verstärktes Auftreten gegen die Intoleranz. 

„Für Antisemitismus und andere Formen von Hass und Hetze kann kein Platz in unserer Gesellschaft sein. Wir müssen solchen Tendenzen mehr denn je entschieden entgegentreten. Der heutige Tag, an dem wir den Opfern des Holocaust gedenken, erinnert uns aber daran, wie wesentlich es ist, Toleranz und Nicht-Diskriminierung zu fördern sowie Extremismus und Radikalisierung zu bekämpfen“ so Außenminister Sebastian Kurz. „Die OSZE ist dafür eine wichtige internationale Plattform: umfassende Sicherheit erfordert Toleranz, Demokratie und den Respekt für Menschenrechte. Österreich wird weiterhin seinen Beitrag dazu leisten, im Besonderen während unseres diesjährigen OSZE-Vorsitzes“, so Sebastian Kurz.

„Wir alle tragen eine historische Verantwortung dafür, dass die Gräueltaten des Holocaust nicht aus dem kollektiven Gedächtnis verschwinden und sich nicht wiederholen. Dieses Bewusstsein bildet die Grundlage unseres Handelns heute“, so Außenminister Sebastian Kurz weiter.

„Am heutigen Tag gedenken wir der Opfer dieser geplanten ungezügelten Gewalttaten und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Jeder von uns muss sich der Lehren aus dem Holocaust voll bewusst werden, um sicherzugehen, dass diese Lehren an zukünftige Generationen weitergegeben werden“, sagte ODIHR-Direktor Link. „Dies geschieht am besten durch Schuldbildung, die unserer Jugend die Möglichkeit gibt, über diesen Genozid im Herzen Europas zu lernen und zu begreifen, dass die Zukunft in der Förderung der Demokratie, der Menschenrechte und der Toleranz liegt“, so ODIHR-Direktor Link. 

Der Direktor von ODIHR, der Menschenrechtsinstitution der OSZE, unterstrich zudem die große Bedeutung, intoleranten Diskursen und Hassverbrechen entgegenzutreten.

"Intoleranz muss bei jeder Gelegenheit und von jedem Mitglied der Gesellschaft verurteilt werden", sagte er. "Aber politische und gesellschaftliche Führungspersönlichkeiten haben eine besondere Verpflichtung, diejenigen zurückzuweisen, die den Hass fördern und die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Gesellschaften untergraben wollen. Die OSZE-Teilnehmerstaaten haben das erkannt, und ich fordere sie auf, sich mit dieser einfachen Botschaft, dass Rassismus und Hassverbrechen gegen Roma und Sinti und Antisemitismus unannehmbar sind, Gehör zu verschaffen."

"Es geht nicht nur darum, an das Leid der Verstorbenen und an die Opfer derer zu erinnern, die letztlich die Geißel des Nationalsozialismus besiegt haben", sagte Rabbi Baker. "Es muss auch daran erinnert werden, dass wir der Bigotterie, der Intoleranz und dem Antisemitismus standhalten müssen, die unsere heutige Welt weiterhin plagen."

Das ODIHR arbeitet aktiv daran, die Erinnerung an und Bildung über den Holocaust, sowie des Genozids an den Roma und Sinti zu fördern. Darüber hinaus hat die Menschenrechtsinstitution der OSZE vor kurzem das Projekt "Words into Action" ins Leben gerufen, um Antisemitismus effektiver im OSZE-Raum begegnen zu können. Weitere Informationen zu diesen Bemühungen finden Sie auf der Website der OSZE unter: www.osce.org/odihr.

 

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