Treffen von Außenminister Kurz mit serbischem Premier Vučić in Wien

Österreich bleibt Anwalt serbischer Interessen in der EU-Heranführung

Wien, 12. August 2016. Nur einen Tag nach der Wahl der neuen serbischen Regierung stattete der serbische Regierungschef Aleksandar Vučić in Begleitung von Außenminister Ivica Dačić und Innenministers Nebojsa Stefanović Außenminister Sebastian Kurz am 12. 8. einen Besuch ab. Premierminister Vučić erläuterte die serbischen Regierungsziele. Ein Hauptaugenmerk werde demnach auf die wirtschaftliche Entwicklung und die Erhöhung des Lebensstandards gelegt. Ebenso bleiben die Erweiterungsverhandlungen mit der EU prioritär, wobei Serbien bis 2020 alle Verhandlungskapitel eröffnen und bereits provisorisch schließen wolle. In diesem Zusammenhang dankte PM Vučić Außenminister Kurz für die fortwährende Unterstützung im Beitrittsprozess, die Serbien zu schätzen wisse.

Minister Kurz zeigte sich erfreut, dass PM Vučićs erste Auslandsreise nach Österreich führt und wertet dies als Zeichen einer besonderen Wertschätzung, die auf Gegenseitigkeit beruhe.  Kurz hob ausdrücklich die enge wirtschaftliche Zusammenarbeit hervor: „Es gibt etwa 500 Niederlassungen österreichischer Firmen in Serbien und unser Land ist nach wie vor der größte ausländische Investor“. Darüber hinaus sei auch die menschliche und kulturelle Verbundenheit sehr groß. Österreich habe ein starkes Interesse an der Verbesserung der Lebensbedingungen in Serbien. Dies sei Voraussetzung für mehr Sicherheit und Wohlstand. „Ein stabiles Serbien ist die Voraussetzung für stabile Verhältnisse in der gesamten Region des Westlichen Balkans“, zeigte sich Kurz überzeugt.

Kurz bedankte sich bei Außenminister Dačić und Innenminister Stefanović für den Beitrag Serbiens zur Schließung der Westbalkanroute, was eine enorme Herausforderung für das Land darstellte. „Es ist wichtig, dass wir in der Flüchtlingsfrage weiterhin gemeinsam mit allen Westbalkan-Staaten koordiniert vorgehen“, so Außenminister Sebastian Kurz.

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