Außenminister Kurz: Stabilität am Westbalkan in unserem ureigensten Interesse

Außenminister Sebastian Kurz nimmt an Pariser Westbalkangipfel teil

Nach dem Westbalkangipfel von 2014 in Berlin und dem Wiener Westbalkangipfel im August 2015 findet heute in Paris der dritte Westbalkangipfel im Rahmen des "Berlin-Prozesses" statt. „Der Westbalkan ist eine Region in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, mit der wir menschlich, kulturell, wirtschaftlich und politisch sehr eng verbunden sind. Eine Verbesserung der Lebensbedingungen, mehr Stabilität, Sicherheit und Wohlstand am Westbalkan sind daher in unserem ureigensten Interesse“, so Sebastian Kurz. Über 500.000 Menschen mit Migrationshintergrund vom Westbalkan leben in Österreich. Zudem gibt es hunderte Niederlassungen österreichischer Firmen in der Region, was die sehr engen wirtschaftlichen Beziehungen verdeutlicht.

„Eine glaubwürdige EU-Perspektive für die Länder des Westbalkans ist und bleibt für Österreich von großer Bedeutung“, betonte Sebastian Kurz weiters. Die Aussicht auf einen EU-Beitritt ist ein Motor für entscheidende, tiefgreifende Reformen in den Westbalkanländern und ein bedeutender Stabilitätsfaktor, da die EU-Annäherung auch die Überwindung politischer Streitfragen voraussetzt. Sie trägt damit unter anderem zur Verbesserung der Lebensumstände der Bürgerinnen und Bürger in der Region, aber etwa auch zur Rechtssicherheit für österreichische Wirtschaftstreibende vor Ort bei.

„Der Berlin Prozess, bei dem sich Österreich weiterhin stark engagiert, dient genau unseren Zielen“, unterstricht der Außenminister am Rande des Gipfelreffens: „Grenzüberschreitende Infrastrukturprojekte, die Beilegung bilateraler Konflikte, zu der wir im April eine Konferenz auf Ministerebene in Wien organisiert haben, Wirtschaftswachstum, Jugendbeschäftigung, Kampf gegen Radikalisierung, die Bewältigung der Migrations- und Flüchtlingskrise oder die Stärkung der Rolle der Zivilgesellschaft sind nur einige der uns wichtigen Schwerpunkte“. Ziel des Berlin-Prozesses ist es, die Kooperation zwischen Serbien, Montenegro, Albanien, Bosnien und Herzegowina, Mazedonien und Kosovo mittels konkreter Projekte zu verbessern und so zur Überwindung der für diese Staaten verbleibenden großen Herausforderungen auf dem Weg in Richtung EU beizutragen.