Werte- und Orientierungskurse in Kärnten präsentiert

Integrationsminister Kurz, Landeshauptmann Kaiser und ÖIF-Geschäftsführer Wolf präsentierten Werte und Orientierungskurse für Kärnten.

Klagenfurt am 9.Juni 2016-Integrationsminister Sebastian Kurz, Landeshauptmann Peter Kaiser und ÖIF-Geschäftsführer Franz Wolf stellten heute, die Umsetzung der Werte- und Orientierungskurse des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) in Kärnten vor. Die Werte- und Orientierungskurse vermitteln Asylberechtigten und subsidiär Schutzberechtigten die Grundwerte des Zusammenlebens sowie Verhaltensregeln und gesellschaftliche Normen in Österreich. Sie sollen wie Deutschkurse verpflichtend und mit der Möglichkeit verbunden sein, bei Verweigerung dem Asylberechtigten die bedarfsorientierten Sozialleistungen wie die bedarfsorientierte Mindestsicherung zu kürzen. In Kärnten konnten in einer ersten Pilotphase bereits zehn Wertekurse in Klagenfurt und Villach abgehalten werden. 

„Wir haben das Thema der Wertevermittlung früh aufgegriffen und zu Jahresbeginn begonnen Werte- und Orientierungskurse österreichweit auszurollen. Denn für die erfolgreiche Integration von Flüchtlingen ist der uneingeschränkte Respekt vor unserer Werte- und Gesellschaftsordnung, vor der Gleichberechtigung von Mann und Frau, der Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit, eine zentrale Voraussetzung. Ich freue mich, dass wir in Zusammenarbeit mit dem Land Kärnten und dem ÖIF nach einer erfolgreichen Pilotphase nun auch in Kärnten Wertekurse für Asylberechtigte umsetzen können“, so Integrationsminister Sebastian Kurz. 

Die Werte- und Orientierungskurse des ÖIF sind ein zentrales Element des 50 Punkte-Plans zur Integration von Asylberechtigten und subsidiär Schutzberechtigten in Österreich, welcher Anfang Jänner vom Ministerrat angenommen wurde. Konzept und Inhalte der Kurse wurden von einer Arbeitsgruppe des unabhängigen Expertenrats für Integration unter der Leitung von Universitätsprofessor Christian Stadler erstellt. Für Teilnehmer/innen mit noch geringen Deutschkenntnissen werden die Kurse in Arabisch, Farsi/Dari und weitere häufige Flüchtlingssprachen gedolmetscht. Die Kurse haben Seminar-Charakter und finden in Kleingruppen von rund 15 Personen statt, Vortrag und Diskussionselemente wechseln einander ab.

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