"Mich interessiert, wie sich euer Unterricht seit der Flüchtlingskrise verändert hat."

Am 19. Mai waren acht Fellows der Initiative Teach For Austria“ Integrationsminister Sebastian Kurz zu Gast. Thema war die Integration von Füchtlingskindern in Schulklassen und welche Maßnahmen es bei der gezielten Sprachförderung aus Sicht der engagierten Lehrkräfte noch braucht.

Bei dem Treffen mit Integrationsminister Sebastian Kurz sprachen die jungen Hilfslehrkräfte offen über die Herausforderungen und Erfolge in ihrem Schulalltag. Sie unterrichten mindestens zwei Jahre an Haupt- und Mittelschulen in Österreich. Ihr Einsatz hilft dabei die Bildungschancen für Kinder unabhängig von Herkunft und sozialem Background zu verbessern. Mit der Flüchtlingskrise wurden zahlreiche Kinder, die noch keine Deutschkenntnisse haben, eingeschult. Integrationsminister Sebastian Kurz wollte von den jungen Fellows wissen wie sich ihr Unterricht seitdem verändert hat. Die Integration dieser Kinder in die Klassengemeinschaft funktioniere gut, sprachlich und auch sozial bräuchten die Kinder selbstverständlich viel Unterstützung, erzählten die Fellows.

Integrationsminister Kurz: „Bemühen uns stark um Frühförderung“

Integrationsminister Kurz war beeindruckt vom Engagement der jungen Uni-Absolventinnen und Absolventen: „Euer Einsatz ist bemerkenswert. Ihr leistet einen wesentlichen Beitrag zur Integration dieser Kinder. Sprache ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Leben in Österreich. Je früher Kinder hier Unterstützung erhalten, umso besser. Wir bemühen uns sehr um die Frühförderung von Kindern, die noch nicht ausreichend Deutsch können. Erst vor einigen Tagen wurden endlich die Sprachstartgruppen im Ministerrat beschlossen,  die wir schon sehr lange fordern.“ Die Sprachstartgruppen kommen besonders Flüchtlingskindern zugute, die so für den Regelunterricht auf Deutsch vorbereitet werden. Von den neu beschlossenenMaßnahmen profitieren aber auch jene Kinder, die Deutsch als Bildungssprache noch nicht ausreichend beherrschen. Das Üben der deutschen Sprache kann in Gruppen ab acht Kindern stattfinden. In der Woche sind elf Stunden dafür vorgesehen. Aufbauend auf den Sprachstartgruppen können die Kinder je nach Bedarf auch Sprachförderkurse besuchen.

„Teach for Austria“: Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres fördert seit 2012

„Teach For Austria“, ist ein seit 2012 vom Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres gefördertes Projekt, das sich für bessere Bildungschancen unabhängig von Bildung, Beruf und Einkommen der Eltern einsetzt. Das Modell ist Teil des internationalen "Teach For All" Netzwerks, welches mittlerweile in 33 Ländern weltweit umgesetzt wird. In Österreich engagieren sich mittlerweile 100 Uni-AbsolventInnen in den Klassenzimmern. Neben demHauptziel, nämlich die Sprach-, Lese- und Mathematikkenntnisse gemeinsam zu verbessern, wird auch der soziale Zusammenhalt und Umgang miteinander gefördert und das Selbstbild der Kinder gestärkt. 

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