Sprache als Schlüssel zur Integration: Ehrenamtliche LerngruppenleiterInnen zu Gast bei Integrationsminister Sebastian Kurz

Sebastian Kurz: „Sprache ist der Schlüssel zur Integration. Wer in Österreich bleiben darf, muss Angebote zum Deutschlernen bekommen und annehmen. Mit „Treffpunkt Deutsch“ haben wir 3.500 zusätzliche Lernplätze geschaffen und unterstützen zahlreiche Flüchtlinge und ZuwanderInnen dabei. Danke für Ihren Einsatz als Ehrenamtliche!“

Das Integrationsministerium rief im Herbst 2015 gemeinsam mit dem Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) die Initiative „Treffpunkt Deutsch“ ins Leben. Rund 200 Ehrenamtliche engagieren sich im Rahmen der Initiative und unterstützen Flüchtlinge und ZuwanderInnen einige Stunden in der Woche beim Erwerb und der Vertiefung ihrer Sprachkenntnisse. So konnten seit dem Start rund 3.500 zusätzliche Deutschlernplätze geschaffen werden. Die Lerngruppen finden in allen sieben Integrationszentren des Österreichischen Integrationsfonds statt. Am 18. Mai sind die engagierten LerngruppenleiterInnen zu Gast bei Integrationsminister Sebastian Kurz: „ Ein wesentlicher Beitrag zur Integration ist das ehrenamtliche Engagement von Menschen in Gemeinden, Regionen und vor allem in einer Großstadt wie Wien.“

Österreichweite Initiative: Deutschkenntnisse vertiefen, Kontakt mit Einheimischen stärken

Integrationsminister Sebastian Kurz stellt klar: „Wir haben nach der starken Flüchtlingswelle im Sommer schnell reagiert und ein Zusatzangebot zu den regulären Deutschkursen geschaffen. Gleichzeitig ist klar: Diese Angebote müssen auch genützt werden. Mit „Treffpunkt Deutsch“  können ZuwanderInnen und Flüchtlinge die Zeit bis zum Deutschkurs sinnvoll nützen und erste Sprachkenntnisse erwerben. Die Lerngruppen sind eine wichtige Ergänzung zu den Deutschkursen professioneller Anbieter und erleichtern die Integration essentiell.“ Neben der Unterstützung der Ehrenamtsinitiative wird weiterhin in das reguläre Kursangebot investiert: „Wir haben vor Kurzem nochmals 25 Millionen Euro Sonderkontingent bereitgestellt, das der ÖIF abwickelt. Die Mittel fließen vorrangig in Deutschkurse für Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte sowie in Werte- und Orientierungskurse“, erklärt Sebastian Kurz.

Franz Wolf, ÖIF-Geschäftsführer, betont: „Die gemeinsame Sprache ist die Grundlage für jegliche Begegnung und Verständigung. Es ist wichtig, dass Flüchtlinge so bald wie möglich Deutsch sprechen, um sich in Österreich integrieren zu können. Neben der Förderung von regulären Deutschkursen ist ein Angebot wie ‚Treffpunkt Deutsch‘ besonders wichtig, um nicht nur die eigenen Deutschkenntnisse zu verbessern, sondern auch um den Kontakt mit Einheimischen zu stärken.“  Die Initiative ist für alle Zielgruppen offen und bietet zusätzlich zu einem regulären Deutschkurs oder in der Wartezeit zwischen zwei Kursen die Möglichkeit, Deutschkenntnisse zu verbessern. Die Unterstützung der Freiwilligen ist ebenfalls ein wichtiger Ansatz, weshalb regelmäßig Workshops stattfinden, in denen sie Tipps von professionellen DeutschtrainerInnen erhalten.

Lernbox für ehrenamtliche Deutschtrainer/innen der Initiative „Treffpunkt Deutsch“

Alle Ehrenamtlichen der Initiative „Treffpunkt Deutsch“ erhalten außerdem eine auf ihren Unterricht abgestimmte „Lernbox“. Neben ÖIF-Unterrichtsmaterial für den Einstieg in die deutsche Sprache und Alphabetisierung ist auch das neue ÖIF-Bildwörterbuch enthalten. Es unterstützt DeutschlehrerInnen und -lernerInnen mit unterschiedlichen Erstsprachen beim Aufbau eines Basiswortschatzes von rund 900 Wörtern und ist universell einsetzbar. Interessierte Personen oder Organisationen finden hier weitere Informationen zur Initiative: http://www.integrationsfonds.at/treffpunkt-deutsch.

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