Außenminister Kurz: "Ehrliches Gedenken muss Dinge beim Namen nennen und Auftrag für Zukunft sein"

60 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Israel und Österreich wurden am Freitag im Palais Liechtenstein gefeiert. Außenminister Sebastian Kurz nutzte die Möglichkeit die Vergangenheit beider Länder anzusprechen und die gemeinsame, vielversprechende Zukunft zu betonen.

Israel-Österreich: Beziehungen der beiden Länder weiter vertiefen

Zum Auftakt seiner Israel-Reise besuchte Außen- und Integrationsminister Sebastian Kurz am 13. Mai ein Symposium zum 60-jährigen Bestehen der diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und Österreich im Palais Liechtenstein. In seiner Rede sprach Sebastian Kurz offen über die Vergangenheit und betonte die Bedeutung einer gemeinsamen Zukunft: „Ehrliches Gedenken muss Dinge aus der Vergangenheit beim Namen nennen und sich dazu bekennen. Esdarf sich aber nicht mit dem Blick zurück begnügen, sondern muss uns auch ein Auftrag für die Zukunft sein: Wir müssen die richtigen Lehren aus der österreichischen Vergangenheit ziehen und Israel als starker Partner zur Seite stehen.“ Außen- und Integrationsminister Sebastian Kurz betonte, dass das jüdische Leben ein integraler Bestandteil von Österreich und Europa war, ist und bleiben muss. Sich dafür einzusetzen sehe er als eine Verpflichtung der österreichischen und europäischen Politik.

Reise durch Israel: Bilaterale Gespräche und kultureller Austausch

Am Sonntag, den 15 Mai. startet die mehrtägige Reise nach Israel. „Mein Besuch dient einer weiteren Vertiefung unserer guten Beziehungen. Wir werden also diesen Besuch nicht nur für wichtige politische Gespräche nutzen, wir werden damit auch einen weiteren Beitrag zum besseren Kennenlernen der Menschen leisten“, betont Sebastian Kurz. So steht neben bilateralen Gesprächen mit Israels Premier Benjamin Netanyahu, Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas und seinem Amtskollegen Riyad Al-Malki auch der kulturelle Austausch im Mittelpunkt. Vor Ortwird das Abkommen für das „Working Holiday Programme“ unterzeichnet. Junge Menschen können dadurch für bis zu sechs Monate während ihrer Ferien in einem anderen Land arbeiten. Ein weiteres wichtiges Austauschprogramm im Rahmen der Reise ist der Jugendaustausch: 30 junge Menschen aus Österreich lernen fünf Tage lang Israel kennen - das fördert das gegenseitige Kennenlernen.

Die aktuelle Reise führt den Außenminister von Tel Aviv über Ramallah nach Jerusalem. Als Ausdruck der besonderen historischen Verantwortung Österreichs findet ein Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem statt. Anschließend wird Sebastian Kurz österreichische Holocaust-Überlebende treffen. Weiters wird der Außenminister unter anderem an einer Kranzniederlegung am Grab von Theodor Herzl teilnehmen, der als gedanklicher Wegbereiter des Staates Israel gilt.

Anlässlich des 60-jährigen Bestehens der diplomatischen Beziehungen findet im Israel-Museum in Jerusalem auch ein Empfang statt. Mit in der Delegation vor Ort sind unter anderem Oskar Deutsch (Präsident der Israelischen Kultusgemeinde), Dr. Danielle Spera (Direktorin des Jüdischen Museums), Dr. Ilan Knapp (Leiter des Jüdischen Beruflichen Bildungszentrums und Mitglied des Expertenrats für Integration) sowie Daniel Kapp (Vorstand des Clubs der Freunde Israels).

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