Anerkennungs- und Bewertungsgesetz im Ministerrat beschlossen

Einigung zum Anerkennungs- und Bewertungsgesetz erzielt.

Nach 2-jährigen Vorarbeiten und Verhandlungen durch das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres wurde nun mit den betroffenen Ressorts (BMASK, BMWFW, BMG und BMBF) eine Einigung zum Anerkennungs- und Bewertungsgesetz, das heute im Ministerrat beschlossen wurde, erzielt.

Rund ein Viertel der im Ausland geborenen Personen ist für ihre gegenwärtige Tätigkeit in Österreich überqualifiziert, wobei Frauen deutlich öfter betroffen sind als Männer. Auch unter der hohen Anzahl an Flüchtlingen befinden sich viele Personen mit mitgebrachten Qualifikationen. Um den Arbeitsmarkteinstieg und die ausbildungsadäquate Beschäftigung zu fördern, ist es notwendig, die bestehenden Anerkennungsbedingungen zu verbessern.

Daher sieht das Anerkennungs- und Bewertungsgesetz (AuBG) besondere Verfahren für Flüchtlinge vor, die aus Fluchtgründen keine Dokumente zu ihren Qualifikationen mehr vorlegen können, es verankert Bewertungsverfahren auf allen Ausbildungsniveaus, gleicht Fristen an EU-Standards an, schafft mit dem Anerkennungsportal und den österreichweiten Beratungsstellen wichtige Serviceangebote und legt neue Transparenzkriterien für eine einheitliche statistische Erfassung aller Anträge und Entscheidungen fest. 

Menschen sollen in Österreich nicht nach ihrer Herkunft, Sprache, Religion oder Kultur beurteilt werden, sondern danach, was sie in Österreich bereit sind zu leisten und für ein gelungenes Zusammenleben beizutragen. „Es ist wichtig, Leistung zu ermöglichen, einzufordern und anzuerkennen, um eine umfassende Teilhabe an der Gesellschaft allen Bürgerinnen und Bürgern sicherzustellen“, so Integrationsminister Sebastian Kurz abschließend.

Rückfragehinweis

Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres
Presseabteilung

Telefon: +43 (0) 50 11 50 - 3320
Fax: +43 (0) 50 11 50 - 213

Email: abti3@bmeia.gv.at

Downloads

PDF: Inhalte Anerkennungs- und Bewertungsgesetz(115 kB )