Bundesminister Kurz: „Angriffe auf Journalisten sind Angriffe auf die Demokratie“

Von Österreich unterstützte UNESCO-Konferenz mit Medienhäusern berät über Maßnahmen zum Schutz von JournalistInnen

Ein Jahr und einen Monat nach dem tragischen Angriff auf die Redaktion von Charlie Hebdo in Paris verabschieden Medienschaffende aus der ganzen Welt einen Appell zur stärkeren internationalen Zusammenarbeit für den Schutz von Journalisten und Journalistinnen. Außenminister Sebastian Kurz erklärte anlässlich der UNESCO-Konferenz: „Angriffe auf Journalisten sind Angriffe auf die Demokratie und die Grundwerte pluraler Gesellschaften. Die Förderung der Sicherheit von Journalisten ist deshalb ein Schwerpunktthema der österreichischen Menschenrechtspolitik.“  

Weltweit stirbt wöchentlich mindestens ein Journalist oder eine Journalistin. 2015 waren es 103 JournalistInnen, die auf Grund ihrer Tätigkeit ihr Leben lassen mussten. Die Angriffe sind auf keine Region beschränkt. JournalistInnen, die zu Themen wie Korruption oder organisierter Kriminalität berichten, sind weltweit besonders gefährdet. Kern des Problems ist die Straflosigkeit, über 90% der Verbrechen gegen JournalistInnen werden nie aufgeklärt. Auch kommen JournalistInnen zunehmend in das Fadenkreuz des extremistischen Terrorismus. Drohungen und verbale Attacken gegen Journalisten, insbesondere aber gegen Journalistinnen, nahmen mit dem Online-Journalismus neue Dimensionen an. 

Österreich engagiert sich deshalb in allen UNO-Foren für die Umsetzung von Maßnahmen zur konkreten Verbesserung des Arbeitsumfelds von JournalistInnen weltweit, sowie für die Bewusstseinsbildung und den Austausch von „Best Practice“-Beispielen. Die UNESCO in Paris ist für die Umsetzung des UNO-Aktionsplans für den Schutz von JournalistInnen verantwortlich. Die Konferenz, die vom österreichischen Außenministerium ko-finanziert wurde, versammelte zum ersten Mal die EntscheidungsträgerInnen der weltweit führenden Medienhäuser und NGOs sowie RegierungsvertreterInnen in einem Raum, um gemeinsam wirksame Strategien zum Schutz von JournalistInnen zu diskutieren und zu entwickeln.

 

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