Außenminister Kurz: „Österreich unterstützt Äthiopien mit 6,6 Millionen Euro im Kampf gegen drohende Ernährungskrise“

8 Millionen Menschen in Äthiopien sind von extremer Dürre betroffen.

Arbeitsbesuch Äthiopien: Bundesminister Sebastain Kurz besucht ein somalisches Flüchtlingslager. 1. Februar 2016. Photo: Dragan Tatic

Aufgrund extremer Dürre stehen in Äthiopien 8 Millionen Menschen vor einer Hungerkatastrophe. „Wir müssen jetzt agieren,  um eine dramatische Ernährungskrise abzuwenden. Daher wird Österreich das Schwerpunktland der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit mit 6,6 Millionen Euro gegen eine drohende Hungerkatastrophe unterstützen. Nur so können wir in Äthiopien Entwicklungserfolge erhalten“, so Außenminister Sebastian Kurz. 

Die dramatische Ernährungssituation in Äthiopien ist nach Syrien und dem Jemen die derzeit drittgrößte humanitäre Krise. 2016 wird diese Zahl der Betroffenen aufgrund von Ernteausfällen Schätzungen zufolge auf mindestens 18 bis 20 Millionen anwachsen. Aufgrund dieser Angaben übersteigt die Zahl der Betroffenen sogar jene im Bürgerkriegsland Syrien.

 „Äthiopien zählt zu den sich am schnellsten entwickelnden Ländern Subsahara-Afrikas. Wenn wir jetzt tatenlos bleiben, wird es zu neuen Migrationswellen kommen. Wir wollen daher den betroffenen Menschen, aber auch der Regierung Äthiopiens bei ihren zusätzlichen Aufgaben in diesem Ausnahmejahr rasch und unbürokratisch helfen“, bekräftigte Außenminister Sebastian Kurz.

Im Rahmen seiner Äthiopien-Reise besuchte Außenminister Sebastian Kurz heute unter anderem Hilfsprojekte und das somalische Flüchtlingslager Kebribeyah im Osten Äthiopiens. Neben der extremen Dürre hat Äthiopien auch mit den zunehmenden Flüchtlingsbewegungen auf dem afrikanischen Kontinent zu kämpfen. Mit rund 800.000 Asylsuchenden war Äthiopien im vergangenen Jahr jenes Land mit den meisten Flüchtlingen in Afrika. Weiters stehen noch Termine mit dem Außenminister Äthiopiens Tedros Adhanom, sowie der Vorsitzenden der Afrikanischen Union (AU) Dlamini Zuma und Kommissaren der Afrikanischen Union auf dem Programm.


Rückfragehinweis

Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres
Presseabteilung

Telefon: +43 (0) 50 11 50 - 3320
Fax: +43 (0) 50 11 50 - 213

EMAIL: abti3@bmeia.gv.at