"Integrationspreis Sport 2016" von Integrationsminister Kurz und Sportminister Doskozil verliehen

Am 5. Dezember 2016 verliehen Integrationsminister Sebastian Kurz und Sportminister Hans Peter Doskozil den „Integrationspreis Sport 2016“. 12 Sportprojekte, die die Integration von Zuwander/innen und Flüchtlingen in Österreich fördern, wurden mit insgesamt 15.000 Euro prämiert. Hauptpreise gingen an das Gesundheitsprojekt „KOMM!unity.sportiv“ aus der Steiermark sowie das Frauenfußballprojekt „Kickmit“ aus Wien. Der „Integrationspreis Sport“ wird vom Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA), dem Sportministerium (BMLVS), der Bundessportorganisation (BSO) sowie dem Sponsor Coca-Cola vergeben.

Integrationsminister Sebastian Kurz betonte die Bedeutung einer raschen Integration von Flüchtlingen, die dauerhaft in Österreich bleiben können:

 „Dabei leistet Sport einen wichtigen Beitrag zur Integration. Beim Sport werden Kinder, junge Menschen und Erwachsene motiviert, ihre Ziele unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe und Religion zu verfolgen. Wo Leistung und Können im Vordergrund stehen, rückt die Herkunft in den Hintergrund und Vorurteile werden abgebaut. Das möchten wir mit dem Integrationspreis Sport zeigen. Ich schätze das vielfältige Engagement der heute ausgezeichneten Sportprojekte besonders und danke allen Beteiligten für ihren Einsatz.“

Sportminister Hans Peter Doskozil: „Eine erfolgreiche Integration ist eine der Grundlagen für ein funktionierendes Zusammenleben von Menschen verschiedener Ethnien und unterschiedlicher Herkunft. Der Sport ist ein Instrument, mit dem Integration in kurzer Zeit und mit geringem Aufwand gut funktioniert. Gerade im Mannschaftssport wird uns immer wieder positiv vor Augen geführt, wie schnell Zuwanderer in einem Verein und in einem Team Aufnahme finden, unabhängig von sprachlichen Barrieren, Herkunft, Hautfarbe oder Glaube. Deshalb ist es wichtig, weiterhin Integrationsmaßnahmen im Sport zu setzen und zu fördern. Es freut mich, dass es viele gewinnbringende Initiativen gibt und der „Integrationspreis Sport“ nun schon zum neunten Mal vergeben wird. Ich danke den Verantwortlichen sowie allen Beteiligten für deren Engagement undBemühungen zur Umsetzung so erfolgreicher Projekte. Sie verdienen es auch entsprechend gewürdigt zu werden.“

1. Platz an Gesundheits- und Integrationsprojekt für Migrant/innen

Der Hauptpreis des „Integrationspreis Sport 2016“ ging an das steirische Projekt „KOMM!unity.sportiv“ des Vereins IKEMBA zur Förderung von Gesundheit und Integration von Migrant/innen und ist mit 3.000 Euro dotiert. Das Gesundheitsprojekt ermutigt Migrant/innen zur mehr Bewegung im Alltag und sozialer Integration durch die Teilnahme an Aktivitäten von Sportvereinen. Zusätzlich kooperiert der Verein IKEMBA mit Multiplikator/innen aus den Communities wie Priestern und Imamen. In regelmäßig stattfindenden Informationsveranstaltungen vermitteln sie gemeinsam den Teilnehmer/innen, die Bedeutung sportlicher Aktivität und des Engagements in der Gemeinschaft für die eigene Gesundheit und Integration. Das Preisgeld des Hauptpreises wurde von Coca Cola gesponsert.

Philipp Bodzenta, Unternehmenssprecher Coca-Cola Österreich: „Coca-Cola steht für Offenheit, für Integration, für Vielfältigkeit und aus diesem Grund fördern wir seit Beginn an den Integrationspreis Sport. All die eingereichten und ausgezeichneten Projekte waren beeindruckend und jedes für sich ein Gewinn für unsere Gesellschaft. Sie zeigen, welche Kraft der gemeinsame Sport haben kann, welche kulturellen Grenzen damit überwunden werden können. Unser Dank gilt all den zahlreichen, großteils freiwilligen Helfern, die mit ihrem Einsatz, ihrem Engagement und ihrem Herz einen immens wichtigen Beitrag zur Integration in Österreich leisten.“ 

2. Platz an Frauenfußballprojekt zur Stärkung von jungen Mädchen

Der zweite Hauptpreis in der Höhe von 2.000 Euro ging an das Projekt „Kickmit“ aus Wien. Unter dem Motto „Starke Mädchen braucht das Land“ unterstützt das Projekt Mädchen mit und ohne Migrationshintergrund dabei, über Fußball Selbstvertrauen zu gewinnen und neue Rollenbilder für sich zu entwickeln. Das Projekt spricht Mädchen aus unterschiedlichsten Herkunftsländern an und vermittelt ihnen, dass aktive Teilnahme an sportlichen Aktivitäten und dem Gemeinschaftsleben für Frauen in Österreich selbstverständlich ist.

Franz Wolf, Geschäftsführer des ÖIF: „Die Bedeutung der Integration von Frauen für das Zusammenleben in Österreich wird oft noch unterschätzt. Viele von ihnen kommen aus gesellschaftlichen Strukturen zu uns, wo es ein ganz anderes Frauenbild gibt als in Österreich. Gerade im Sport werden Frauen und Mädchen Freiräume gegeben, die es ihnen ermöglichen ihre Chancen in Österreich zu nutzen und ein Teil der Gesellschaft zu werden. Ich freue mich, dass ein Sportprojekt für Mädchen und Frauen ausgezeichnet wird und gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern.“

Über den Integrationspreis Sport

Der Integrationspreis Sport wurde 2016 bereits zum neunten Mal vom Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) in Kooperation mit dem Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA), dem Sportministerium (BMLVS), der Bundessportorganisation (BSO) sowie dem Sponsor Coca-Cola verliehen. Zwei Sportprojekte erhalten Hauptpreise zu je 3.000 und 2.000 Euro, zehn weitere Projekte bekommen einen Anerkennungspreis zu je 1.000 Euro. Schirmherren des „Integrationspreis Sport“ sind Integrationsminister Sebastian Kurz sowie Sportminister Hans Peter Doskozil.