Bundesminister Kurz: Österreich wird Bosnien und Herzegowina weiterhin tatkräftig unterstützen

Außenminister Sebastian Kurz verabschiedete gemeinsam mit Außenminister Igor Crnadak einen neuen bilateralen Aktionsplan zur Unterstützung von Reformen bei der Annäherung an die EU

Am Rande einer internationalen Konferenz über atomare Sicherheit in der UNO-City in Wien traf Außenminister Sebastian Kurz mit seinem bosnisch-herzegowinischen Amtskollegen Igor Crnadak zusammen und vereinbarte dabei einen neuen bilateralen Aktionsplan mit Bosnien und Herzegowina. Sebastian Kurz betonte, „Nur ein geeintes und souveränes Bosnien und Herzegowina kann bei der Annäherung an die EU Erfolg haben. Das Land darf sich nicht durch innenpolitische Spiele von den notwendigen Reformen ablenken lassen.“ Sebastian Kurz gratulierte seinem Amtskollegen dabei zu den wichtigen Fortschritten im Land, die dazu geführt haben, dass der Rat das bosnisch-herzegowinische EU-Beitrittsersuchen an die Europäische Kommission zur Prüfung weiterleiten konnte. Der Fokus der kommenden Monate müsse nun auf der Beantwortung des Fragebogens der EU-Kommission und auf der entschlossenen Weiterführung von Reformen liegen, damit Bosnien und Herzegowina weitere Fortschritte bei der Annäherung an die EU machen könne.

Österreich sei weiterhin bereit, Bosnien und Herzegowina auf diesem Weg aktiv zu unterstützen. Der vereinbarte neue bilaterale Aktionsplan für 2017 diene diesem Zweck. Es wurden konkrete Bereiche identifiziert, wie Österreich Bosnien und Herzegowina bei der weiteren Annäherung an die EU helfen kann, darunter auch Aktivitäten im Rahmen des kommenden österreichischen OSZE-Vorsitzes. Geplant ist auch die Abhaltung regionaler Workshops zum Thema frühzeitiger Prävention im Kampf gegen Radikalisierung vor allem bei Jugendlichen. „Die OSZE-Mission zeigt durch die effektive Unterstützung der Reformbemühungen des Landes und bei der Bewältigung von grenzüberschreitenden Bedrohungen den Mehrwert der OSZE deutlich auf. Auch während unseres Vorsitzes werden wir diesen Bedrohungen, zu denen auch die Radikalisierung vor allem von Jugendlichen gehört, besondere Aufmerksamkeit schenken müssen“, so Sebastian Kurz abschließend.