Bundesminister Sebastian Kurz sprach mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu über das Wiener Abkommen mit dem Iran

Wien, 24. Juli 2015 - Außenminister Sebastian Kurz telefonierte mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu – der derzeit auch das Amt des israelischen Aussenministers innehat – um mit ihm über das Wiener Abkommen mit dem Iran zu sprechen. Sebastian Kurz betonte, „Österreich hat eine besondere historische Verantwortung gegenüber Israel und war zudem auch Gastgeber der Iran Atom-Gespräche. Wir nehmen die gegen dieses Abkommen nach wie vor bestehenden israelischen Bedenken sehr ernst. Deshalb habe ich mit dem israelischen Premierminister Netanyahu gesprochen und Österreichs Position dargestellt. Österreich ist davon überzeugt, dass strenge Atominspektionen im Iran im Interesse aller Betroffenen sind. Das Wiener Abkommen, das auf strikte Kontrollen aufbaut, kann zwar keine hundertprozentige Garantie bieten, es ist aber besser als alles, was wir bisher hatten.“

Bezugnehmend auf Wortmeldungen im Iran, die Israel das Existenzrecht absprechen, betonte Sebastian Kurz, „Ich habe während des Gesprächs mit Premierminister Netanyahu ganz klar zum Ausdruck gebracht, dass ich derartige Aufrufe aus dem Iran strikt ablehne. Das Sicherheitsbedürfnis und das Existenzrecht Israel dürfen nicht in Frage gestellt werden. Ich werde das selbstverständlich auch bei dem anstehenden Besuch in Teheran thematisieren.“