Generalsekretär Linhart: Iranabkommen ist positives Zeichen gegen die Verbreitung von Nuklearwaffen

Iranatomabkommen und höchste Sicherheitsstandards für zivile Nutzung von Kernenergie zentrale Themen der Generalkonferenz der Atomenergieorganisation IAEO

Wien, 15. September 2015 - Anlässlich der Eröffnung der 59. Generalkonferenz der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) in Wien unterstrich der Generalsekretär für auswärtige Angelegenheiten, Michael Linhart die Bedeutung, die Österreich den höchsten Sicherheitsstandards bei der Nutzung von Kernenergie und einer Stärkung der globalen nuklearen Nichtverbreitungs- und Abrüstungsbemühungen beimisst. Nichtverbreitung von Kernwaffen und nukleare Abrüstung sind außenpolitische Priorität Österreichs. „Österreich und viele andere Länder haben sich gegen die Nutzung der Kernenergie zur Deckung des Energiebedarfs entschieden. Dort, wo man eine friedliche Nutzung anstrebt, kann sie nur möglich sein, wenn die höchsten Sicherheitsstandards angewendet werden, um nukleare Unfälle,  Verbrechen und militärischen Missbrauch von Kernenergie zu verhindern. Die Atomenergieorganisation leistet da einen zentralen Beitrag.“ 

„Das in Wien abgeschlossene Iranabkommen ist ein positives Zeichen gegen die Verbreitung von Nuklearwaffen. Österreich ist stolz, Gastgeber der letzten und erfolgreichen Wiener Verhandlungsrunde des Iranabkommens gewesen zu sein. Eine diplomatische Lösung des langen Konflikts über das Iranische Atomprogramm ist von eminenter Bedeutung und kann zur Sicherheit im Nahen Osten und auch zur Stärkung des nuklearen Non-Proliferations- und Abrüstungsregimes beitragen. Ich hoffe, dass dieses Abkommen vor allem auch der nuklearen Abrüstung neue Dynamik geben wird“, so Generalsekretär Linhart in seiner Rede vor der Generalkonferenz.   

Als Vertreter des Sitzstaates der IAEO heißt Generalsekretär Linhart die mehr als tausend Delegierten in der UNO-City zur 59. Generalkonferenz der Internationalen Atomenergieorganisation willkommen. Die IAEO ist die größte Organisation des UN-Systems in Wien. Sie nahm hier 1957 ihre Arbeit auf.