Erfolgreiche Fokussierung auf die humanitären Folgen eines Atomwaffeneinsatzes

NPT-Überprüfungskonferenz endet jedoch ohne konkrete Ergebnisse

New York/Wien - "Ich bedauere, dass keine konkreten Fortschritte und kein Konsens erzielt werden konnten", erklärte Außenminister Sebastian Kurz anlässlich des ergebnislosen Endes der 4-wöchigen Tagung der Überprüfungskonferenz des Nuklearwaffen-Nichtverbreitungsvertrags in New York. Die Konferenz scheiterte an der Unmöglichkeit, eine Einigung betreffend einer "Massenvernichtungswaffenfreien Zone im Nahen Osten" zu erzielen.

"Das einzige positive Ergebnis ist die Fokussierung auf die katastrophalen, inakzeptablen humanitären Konsequenzen und unkontrollierbaren Risiken von Atomwaffen. Österreich hat diese seit der internationalen Wiener Konferenz vom Dezember letzten Jahres erfolgreich ins Zentrum der nuklearen Abrüstungsdebatte gestellt", zeigte sich Kurz erfreut.

"Eine Dynamisierung der überwältigenden Mehrheit der Staaten ohne Atomwaffen und eine Demokratisierung der Abrüstungsdebatte haben stattgefunden - das sind die positiven Ergebnisse dieser Konferenz", so Kurz. Diese Neuausrichtung der Debatte über Atomwaffen konnte nicht zuletzt durch die bislang größte überregionale humanitäre Koalition von 159 Ländern erreicht werden, in deren Namen Außenminister Kurz am 28. April 2015 eine Eröffnungsrede gehalten hatte. Darin hatte Kurz betont: "Es ist im Interesse des Überlebens der Menschheit, dass Atomwaffen unter keinen Umständen jemals wieder verwendet werden."

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