Pension & Sozialangelegenheiten

A. Pension

Mit 1.1.2003 wurden die früheren Pensionsversicherungsanstalten der Arbeiter bzw. der Angestellten zu einer neuen "Pensionsversicherungsanstalt" fusioniert. Bei Anfragen aus dem Ausland wäre die Haupt- bzw. Landesstelle Wien zu kontaktieren.
 
E-Mail: pva@pva.sozvers.at oder pva-lsw@pva.sozvers.at
 
Um eine österreichische Pension erhalten zu können, sind grundsätzlich 180 Beitragsmonate in der Pflichtversicherung nötig. Das Regelpensionsalter liegt bei Männern bei 65, bei Frauen bei 60 Jahren. Die Pension muss beantragt werden.
 
Seit 1991 besteht zwischen den USA und Österreich ein zwischenstaatliches Abkommen, das die Möglichkeit vorsieht, in beiden Staaten erworbene Versicherungszeiten zusammenrechnen zu lassen, um Anspruch auf eine Pension zu erwerben. Es handelt sich hier um eine "Rückfallposition", die nur dann zum Tragen kommt, wenn die in den einzelnen Ländern erworbenen Zeiten getrennt betrachtet für einen Pensionsanspruch nicht ausreichen. Es müssen dazu aber in Österreich zumindest 12 (bei Antragstellung in Österreich) bzw. in den USA zumindest 18 eigenerworbene Versicherungsmonate (bei Antragstellung in den USA) vorliegen.

Sozialversicherungsabkommen zwischen Österreich und den USA (pdf, 99.93 kb)


B. Krankenversicherung

Als Bezieher einer österreichischen Pension mit Hauptwohnsitz in Österreich sind Sie in der staatlichen österreichischen Krankenversicherung versichert. Haben Sie Ihren Wohnsitz jedoch im Ausland, sind von dieser Krankenversicherung NICHT erfasst.
Personen mit Hauptwohnsitz in Österreich, die nicht in der staatlichen Krankenversicherung versichert sind, können sich gegen Entgelt bei dieser freiwillig versichern lassen. Eine Wartezeit von sechs Monaten vor Inanspruchnahme von Leistungen ist vorgeschrieben.

 

C. Pensionsüberweisung & Einkommenssteuer

Österreichische Pensionen, die von der Pensionsversicherungsanstalt ausgezahlt werden, können auch direkt auf das ausländische Bankkonto des Empfängers überwiesen werden. Dazu ist ein enstprechender Antrag erforderlich.
 
Österreichische Pensionen unterliegen der österreichischen Einkommenssteuer. Sie müssen Ihre österreichische Pension gemäß dem Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Österreich und den USA somit in den USA nicht nochmals der (Bundes-)Einkommensteuer unterziehen.

 

D. Begünstigter Nachkauf von Pensionsversicherungsmonaten

Personen, die im Zeitraum vom 4.3.1933 bis 9.5.1945 aus politischen oder religiösen Gründen oder aus Gründen der Abstammung verfolgt wurden, ausgewandert sind und dadurch einen sozial-versicherungsrechtlichen Nachteil erlitten haben, können für Zeiten der Auswanderung (längstens für Zeiten bis 31.3.1959) begünstigt Pensions-Versicherungsmonate nachkaufen. Personen, die zum Zeitpunkt der Auswanderung keine Beitrags- oder Ersatzzeiten aufgewiesen haben, müssen spätestens am 12.3.1938 geboren worden sein und ihren Wohnsitz am 12.3.1938 in Österreich gehabt haben. Es können dann bis zu 180 Versicherungsmonate nachgekauft werden (auch wenn diese über die Zeit bis 31.3.1959 hinausreichen).
 
Der Antrag auf Nachkauf ist bei der Pensionsversicherungsanstalt, die auch alle näheren Informationen dazu erteilen kann und die Berechnungen durchführt, einzubringen. Weiterführende Informationen dazu auf HELP.gv.at.

 

E. Opferfürsorge

Um eine Leistung nach dem Opferfürsorgegesetz (OFG) zu erhalten, müssen Sie am 13. März 1938 die österreichische Bundesbürgerschaft besessen bzw. vor dem 13. März 1938 durch mehr als zehn Jahre ununterbrochen in Österreich gelebt haben. Sie haben in der Zeit vom 6.3.1933 bis 9.5.1945 für ein unabhängiges, demokratisches Österreich gekämpft oder sind in diesem Zeitraum aus politischen Gründen oder aus Gründen der Abstammung, Religion, Nationalität zu Schaden gekommen, wobei Sie dabei eine schwere Gesundheits- oder sonstige erhebliche Schädigung (z.B. Emigration für mind. 3,5 Jahre; Tragen des Judensterns für mind. 6 Monate) erlitten haben. Als anspruchsberechtigte Hinterbliebene nach Opfern gelten weiters Witwen, Witwer, (Halb-)Waisen, Lebensgefährten und Eltern.
 
Der Anspruch auf Rentenfürsorge nach dem OFG besteht seit dem 1. März 2002 auch dann, wenn der Antragstellende die österreichische Staatsbürgerschaft heute nicht mehr besitzt (in diesen solchen Fällen wird jedoch keine Amtsbescheinigung ausgestellt).
 
E-Mail: post@m15.magwien.gv.at
 
Seit dem 1. März 2002 haben Opfer des Nationalsozialismus, die in der Zeit vom 4.3.1933 bis 9.5.1945 aus politischen oder religiösen Gründen oder aus Gründen der Abstammung ausgewandert sind, einen Anspruch auf monatliche Pflegegeld-Leistungen der Stufen 1 bis 7, sofern sie eine österreichische Pension oder Rente beziehen, auch wenn sich ihr gewöhnlicher Aufenthalt nunmehr im Ausland befindet.
Die Einholung der erforderlichen Sachverständigengutachten (Untersuchung durch einen Arzt) erfolgt im Wege der Botschaft.

 

G. Lebensbestätigung
 
Lebensbestätigungen dienen als Nachweis, dass im Ausland lebenden Bezieher von Pensionen, Renten und sonstigen Leistungen am Leben und somit weiterhin bezugsberechtigt sind. Die Lebensbestätigungen sind in der Regel halbjährlich oder jährlich dem Pensionsträger vorzulegen.
Grundsätzlich sollte die Person, deren Leben bestätigt werden soll, persönlich an einem Konsulat vorsprechen und dort ihre Identität nachweisen. Die Lebensbestätigung kann auch von einem Notar (notary public) bestätigt werden, wenn die betreffende Person sich nicht persönlich zum Konsulat begeben kann (z.B. wegen Bettlägrigkeit, Entfernung u.ä.).

 

Österreichische Botschaft
Konsularabteilung
3524 International Court, NW
Washington, D.C., 20008

E-mail: consularsection[at]austria.org

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag, 10:30 bis 13:00 Uhr
(ausser U.S.-amerikanische und Österreichische Feiertage)